Warum wirkt Gruppenzwang ?
Als Analogie mag ein
typischer leicht beeinflußbarer Jugendlicher in einer
Gruppe dienen.
Warum macht er bei den Verbrechen seiner Clique mit ?
- Schlechter Charakter:
In Wirklichkeit neigt er auch dazu, mal ein bißchen
über die Strenge zu schlagen und die lästige
Erziehung zu vergessen. In der Gruppe traut er
sich, sonst verstellt er sich.
- Fehlende Charakterstärke:
Er ist zu feige zu seinen Überzeugungen zu
stehen, gibt lieber klein bei und läuft mit - an
mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen denkt er
nicht.
Er denkt auch nicht daran, daß er immer
noch Respekt in der Gruppe behält, wenn er zu
seinen glaubwürdigen Überzeugungen weiter steht.
Gibt er sie aber einmal auf, respektiert auch in
Zukunft niemand mehr seine Überzeugungen.
Wäre er charakterstark, könnte er sich sogar
trauen, den anderen in der Gruppe ein Beispiel zu
geben und zumindest versuchen, sie von der
Falschheit ihres Tuns zu überzeugen.
- Fantasielosigkeit:
Ihm kommt nicht die richtige Idee, um das Ziel
auch ohne Verbrechen zu erreichen. Das Ziel, z. B.
einen kleinen Jungen vor seinem großen Bruder zu
schützen. Die anderen wollen den heimtückischen
Bruder verprügeln - aber da auch der Bruder ein
Mensch ist, gibt es immer die Möglichkeit mit
ihm zu reden. Wenn die richtigen Argumente aber
fehlen und auch die Überzeugungskraft und die
richtige Idee, den großen Bruder zumindest
auszutricksen, kann unserer Jugendlicher nur mit
zuschlagen.
Was ist also die Entschuldigung für unterlassenes
Widersetzen gegen Gruppenzwang ?
Schwäche.
Sympathie bringt diese Entschuldigung allerdings
nirgends ein.
|